Evangelische Kindertagesstätte Rehe

Du bist ein Gedanke Gottes.


   

3         Baustein: Unser Auftrag

3.1      Auftrag zur Bildung, Erziehung und Betreuung der uns anvertrauten Kinder

 

Der Auftrag der Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz ergibt sich aus dem Sozialgesetzbuch VIII (SGB VIII), dem Kindertagesstätten-Gesetz Rheinland-Pfalz in seiner jeweils gültigen Fassung und den Bildungs- und Erziehungsempfehlungen für Kitas in Rheinland-Pfalz (BEE). Unsere Einrichtung hat einen familienergänzenden Bildungs-, Erziehungs-, und Betreuungsauftrag (SGB VIII § 22a). Als Grundlage dient dazu unsere pädagogische Konzeption. Ziel ist es, jedes Kind individuell zu fördern.

 

3.1.1       Bildungsauftrag

Der Bildungsauftrag besteht in einer ganzheitlichen Entwicklungsunterstützung der Handlungs-, Leistungs- und Lernfähigkeit von Kindern, im Sinne einer Persönlichkeitsbildung. Dabei wirken unsere Kinder aktiv bei der Gestaltung des Alltags in unserer Kita mit (§§ 9.2, 22.Abs.2.3 u. 45 Abs.2.3 SGB VIII Partizipation). Ein wichtiger Bestandteil ist auch die gute Zusammenarbeit und Mitwirkung unserer Eltern (§§ 22a abs.2.2, 3 KitaG - Mitwirkung der Eltern).

 

3.1.2       Erziehungsauftrag

Unser Erziehungsauftrag besteht darin, den Kindern vielfältige Möglichkeiten zu bieten sich zu entfalten und Erlebnisse und Erfahrungen zu verarbeiten. So werden sie dazu befähigt, im weiteren Verlauf ihrer Entwicklung Lebenssituationen angemessen zu verstehen und selbstkompetent mit zu gestalten (Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte §79a SGB VIII). Die Kita übernimmt hier die Aufgabe, das Kind unterschiedliche soziale Verhaltensweisen, Situationen und Probleme bewusst erleben zu lassen. Es geht darum, jedem einzelnen Kind die Möglichkeit zu geben, seine eigene soziale Rolle innerhalb der Gruppe zu erfahren. Dabei ist ein partnerschaftliches, gewaltfreies und gleichberechtigtes Miteinander, insbesondere auch der Geschlechter untereinander, zu erlernen.

 

3.1.3       Betreuungsauftrag

Mit dem Betreuungsauftrag soll dem Kind ein Auf- und Ausbau fester Bindungsbeziehungen durch respektvolle, zuverlässige Pflege der Beziehung ermöglicht werden. Als evangelische Kindertagesstätte gründet sich unser Auftrag auf den Leitlinien „Kinder sind unsere Zukunft“ für evangelische Kindertagesstätten der Ev. Kirche Hessen- Nassau und dem darin begründeten biblisch- christlichen Menschenbild.

 

3.1.4       Partizipation

„Die pädagogische Arbeit soll so angelegt sein, dass die Kinder zu selbstständigem Handeln und Lernen angeregt werden. Die Kinder sollen lernen, eigene Entscheidungen zu treffen und zu verantworten. Durch Partizipation im Alltag der Kindertagesstätte erleben Kinder zentrale Prinzipien von Demokratie. Partizipation setzt eine entsprechende Haltung von Erzieherinnen und Erziehern voraus, die sich in alltäglichen Handlungen und in besonderen Methoden wie z. B. der Kinderkonferenz widerspiegeln.“ (Ministerium für Bildung 2004, S. 85) Dazu weiteres in den BEE.

 

Partizipation meint die Beteiligung von Kindern und ist gleichzeitig auch eine notwendige Voraussetzung für den Schutz von Kindern in Kitas. Diese Erkenntnis hat dazu geführt, dass in §45 SGB VIII der Nachweis strukturell verankerter Partizipations- und Beschwerdemöglichkeiten Bedingung für die Betriebserlaubnis wurde.

 

3.1.5       Kindeswohl

Als Teil des diakonischen Auftrages der Kirche auf Gemeindeebene, trägt die Arbeit der Kindertagesstätten zur Verbesserung der Lebensmöglichkeiten von Kindern und Familien aus allen sozialen Schichten, Religionen und Nationalitäten bei. Hierzu gehört es auch den Anzeichen von Kindeswohlgefährdung, im Rahmen der fachlichen Kompetenz und der Möglichkeiten einer Kindertagesstätte, nachzugehen (§8a SGB VIII).

 

3.1.6       Qualität

Eine kontinuierliche Evaluierung zur Sicherung und Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit ist laut §22 Abs.1 SGB VIII erforderlich. In allen Bereichen ist die Qualitätsentwicklung und -weiterentwicklung gesetzlich festgeschrieben (§79.a SGB VIII).